5 Anfänger – Fehler beim beruflichen Wiedereinstieg – und wie du sie vermeidest

5 Anfängerfehelr beim beruflichen Wiedereinstieg
#Berufliche Ziele

Du hast dir überlegt, beruflich wieder einzusteigen. Und jetzt fragst du dich: Wie mache ich das eigentlich? Wie komme ich an den richtigen Job? Du kannst natürlich verschiedene Dinge ausprobieren und aus jedem Fehlschlag dazulernen. Oder du läßt das mit den Fehlschlägen und liest diesen Blogpost. Hier fünf klassische Fehler beim Wiedereinstieg für Anfänger:

1. Du weißt nicht, was du möchtest

Viele berufliche Wiedereinsteiger wissen zu Beginn nicht, was genau sie tun möchten. „ Hauptsache wieder arbeiten“ oder „ irgendwas“ sind keine guten Hinweise und reichen bei weitem nicht aus.

Oder hast du schon mal in einem  Restaurant „ Hauptsache irgendwas“  bestellt?

Sicherlich nicht. Und wenn, dann wäre der Wirt beleidigt, dass sein Restaurant so austauschbar ist.

Potentielle Arbeitgeber denken ähnlich. Wenn sie den Eindruck haben, dass es dir egal ist, ob du bei ihnen oder woanders arbeitest, dann interessieren sie sich nicht für dich.

Höchstwahrscheinlich wird man sogar schon an deiner Bewerbung erkennen, dass du weder für das Unternehmen noch für die Position brennst. Und dich nicht einladen – die Zeit und Energie für die Bewerbung hättest du dir sparen können.

Bevor du auf den Arbeitsmarkt gehst, muss dir klar sein, was genau du suchst – einige Anregungen hierzu findest du in unserem Blogpost: „ Was willst du denn machen? – 5 Tipps für die Berufsfindung beim Wiedereinstieg“. Je genauer du das weißt, umso leichter wird es dir fallen, die richtige Position zu finden.

Es ist wie beim Essen gehen, erst legst du den inhaltlichen Schwerpunk des Restaurants fest, dann suchst du das dazugehörige Lokal und zuletzt die passende Speise aus.

 

2. Du weißt zwar, was du möchtest, aber du traust es dir nicht zu

Es gibt Wiedereinsteiger, die fangen erst mit diesem an, hören auf, beginnen dann mit jenem, hören wieder auf und machen dann etwas ganz anderes – nur um wieder aufzuhören. Von außen könnte man annehmen, diese Menschen wissen so richtiggehend gar nicht, was sie wollen.

Ganz häufig ist dieser Eindruck falsch.

Die Personen wissen sehr wohl, was sie möchten, aber sie können sich beim besten Willen nicht vorstellen, dieses Ziel in ihrem Leben noch einmal zu erreichen. Und dann probieren sie andere Dinge aus, die ihnen erreichbarer erscheinen – die sie im Grunde aber gar nicht interessieren. Deshalb hören sie dann auch wieder auf.

Heute gibt es mehr Möglichkeiten denn je, seine beruflichen Vorstellungen zu verwirklichen. Im Alter von 45 ein Medizinstudium aufnehmen? Und mit 54 als Ärztin in einer Praxis einsteigen. Das ist kein Hirngespinst, sondern schon passiert.

Ein Modedesign Studium mit 48 beginnen, wenn die erste Karriere erfolgreich war, aber jetzt keinen Reiz mehr ausübt? Und dann sein eigenes Modelabel etablieren. Auch diese Frauen kennen wir. Leis doch mal diesen Blogpost von  Stephie, die berichtet, wie sie mit Mitte 40 ihr Studium aufnahm.

Eine Lehre machen, wenn die eigenen Kinder mit dem Studium anfangen?  Warum eigentlich nicht? Hast Du Dich das schon mal ernsthaft gefragt?

Der Startpunkt für deinen beruflichen Wiedereinstieg sind deine inneren Treiber. Wenn du diese nicht für dich herausfindest, wird kein berufliches Ziel zu dir passen. Eine schöne Übung hierfür ist es, sich vorzustellen , was du machen würdest, wenn du eine freie Wahl hättest. Was würdest du dann tun? Eine ähnliche Übung hierzu ist in diesem Post von uns enthalten.

 

3. Der Job passt nicht mehr zum Leben

Früher, im ersten Berufsleben war das ganz einfach. Du hattest einen Job! Mit Lieblingskunden in der angesagten Coctailbar Drinks schlürfen, kurz in Paris beim Lieferanten vorbeischauen oder Samstags mit dem Team besprechen, wie man Montags launchen wird-  das war Alltag und alles andere wie Familie und Freunde stand hintenan.

Soll es zukünftig wieder so sein? Ist es das, was du willst?

Beruflich da weiterzumachen, wo du früher aufgehört hast, das klappt für viele nicht. Weil Ihr Leben mittlerweile auch ohne Job schon voll ist.

Umso wichtiger ist es, herauszufinden, welchen Stellenwert der Beruf zukünftig haben soll. Soll er der Taktgeber für alle anderen Lebensbereiche sein, sich gleichberechtigt einordnen, oder unterordnen? Und was wäre dann das Wichtigste?

Es geht um deine Prioritäten.

Frage dich, wieviel Verpflichtung möchtest du ab jetzt für den Job wieder eingehen? Wieviel Verbindlichkeit passt in dein heutiges Leben? Es lohnt sich, etwas länger über diese Frage nachzudenken. Je nach Antwort könnten sich dadurch viele Überlegungen hinsichtlich Arbeitszeit und der Frage nach Festanstellung oder Selbstständigkeit von selbst erledigen.

 

4. Sehr, sehr, sehr ausführliche Vorbereitung

Eine fundierte Vorbereitung für deinen beruflichen Wiedereinstieg ist jeden Cent wert, den du an Zeit, Energie und Geld investierst.

Man sieht es einem Lebenslauf an, einem Anschreiben, dem Vorstellungsgespräch und den ersten Tagen im Job, wie gut du dich vorbereitet hast!

Es kann durchaus sinnvoll sein, seine Computerkenntnisse in einem Kursus aufzufrischen. Es mag vorteilhaft sein, eine Fortbildung oder fachliche  Weiterbildung zu belegen. Und genauso gut kann es deine Chancen erhöhen, wenn du deine Sprachkenntnisse auffrischt.

Aber: wenn du erst einen Computerkursus buchst, dich dann für eine Fortbildung einschreibst und danach das „Englisch für Wiedereinsteiger“ Wochenende besuchst, dann klingeln bei uns die Alarmglocken. Und das sollte es bei dir auch tun.

Frage dich , ob du wirklich schon bereit bist, in den Beruf zurück zu kehren! Oder ob du nicht doch vielmehr a) kein Interesse, oder b) Keine Traute hast, den nächsten Schritt zu gehen.

Dann kannst Du es dir ersparen, zur Vorbereitung auf die Arbeitswelt weitere Kurse herauszusuchen, zu belegen und teil zu nehmen. Denn es geht um etwas Anderes für dich…

Darum geht es: gute Vorbereitung bedeutet fokussierte Vorbereitung.

 

5. Erst den Zeitumfang bestimmen, dann den Job suchen

Einige Berufsrückkehrer legen zuerst die Stundenzahl fest, und suchen dann eine Tätigkeit, die zu den Stunden passt. Häufig mit dem Ergebnis, dass sie keine Stelle finden, die sie interessiert.

Das ist kein Wunder, denn sie zäumen das Pferd von hinten auf.

Je kleiner das Zeitbudget ist, umso anspruchsloser sind die ausgeschriebenen Stellen. Ist ja logisch, es ist wenig Zeitaufwand pro Monat erforderlich, um die Tätigkeit zu erledigen. Das dich diese einfachen Tätigkeiten nicht vom Hocker reißen, ist auch logisch.

Selbstverständlich ist dein Zeitkontingent bei der Rückkehr in den Beruf begrenzt.

Aber was wäre, wenn du den Fahrweg einsparen könntest? Zumindest an einigen Tagen. Oder wenn du auch abends oder am Wochenende arbeiten könntest? Oder einen Tag die Woche ganz und an anderen Tagen sehr wenig?

Wieviel Stunden hättest du dann zur Verfügung? Was wäre, wenn du 6 Wochen am Stück arbeitest und dann 4 Wochen gar nicht. Wäre es dann in allen Fällen dasselbe Zeitkontingent, das du zur Verfügung hättest? Oder ändert sich das?

In vielen Branchen werden Arbeitszeit und Arbeitsort immer flexibler, immer individueller , immer veränderbarer. Die Generation Y hat Arbeitsgestaltung zur Verhandlungsmasse erhoben. Und davon kannst du profitieren.

Suche dir zuerst eine Tätigkeit, die dich zieht. Dann einen Arbeitgeber und bespreche mit ihm gemeinsam, wie man die Tätigkeit mit der vorhandenen Zeit ausüben kann.

 

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