DIE IDEALE BEWERBUNG – Interview mit Ben Dehn

#Bewerbung

Die Bewerbung ist der Türöffner für deinen nächsten Job! Mit einigen Feinheiten kannst du das Interesse deines potentiellen Arbeitgebers gezielt steigern. Welche das sind und was du allgemein beim Schreiben einer Bewerbung beachten solltest, verrät uns Ben Dehn, Experte für Bewerbungsschreiben, im Interview.

Lieber Ben, die wenigsten Stellenangebote sind explizit für Wiedereinsteigerinnen ausgeschrieben. Wann kann ich mich trotzdem bewerben?

Ben Dehn: Hallo Gesche, zunächst noch einmal vielen Dank für die Einladung zum Interview. Du hast vollkommen recht. „Wiedereinsteigerinnen willkommen“ steht tatsächlich selten ausdrücklich in Stellenausschreibungen. Doch dies bedeutet nicht, dass Wiedereinsteigerinnen partout keine Chance haben.

Grundsätzlich gilt: Wenn die eigenen Qualifikationen und Erfahrungen zum überwiegenden Großteil (etwa 65-75%) zum Anforderungsprofil der Stelle passen, kann sich jeder auf die Stelle seiner Wahl bewerben.

Wenn der Wiedereinstieg jedoch mit Einschränkungen verbunden ist, was sich des Öfteren im Wunsch nach einer Teilzeitstelle äußert, kommen weniger Stellen infrage. Allerdings gibt es immer mehr Arbeitgeber, die eine eigentliche Vollzeitstelle beispielsweise über ein Job Sharing Modell auf zwei Angestellte verteilen, die dann jeweils in Teilzeit arbeiten.

Wer gerne zum Wiedereinstieg ins Berufsleben in Teilzeit arbeiten möchte, aber keine Stellenanzeige findet, die auf eine entsprechende Möglichkeit deuten lässt, kann und sollte zur Initiativbewerbung greifen. Dabei sind jedoch wiederum zwei Faktoren wichtig: 1. Akzeptiert das Unternehmen Initiativbewerbungen? (Eine Antwort liefert meist eine 2-minütige Internetrecherche) und 2. Eine Initiativbewerbung ist keine Blindbewerbung, bei der nur die Adressen und Ansprechpartner der Arbeitgeber ausgetauscht werden.

Bei einer Bewerbung kommt es vor allem auf das Senden der richtigen Signale an. Verfasse ich einen individuellen Text, mit dem ich mich auf einen speziellen Arbeitgeber fokussiere, sende ich das Signal, dass ich mich a) gründlich informiert habe und b) meine Anfrage sehr seriös einzustufen ist. Es ist immer überzeugender, einem Arbeitgeber konkret mitzuteilen, warum man für das Unternehmen arbeiten möchte und welcher Mehrwert dadurch entsteht, als nur auszudrücken, dass man gerne dort arbeiten möchte.

Sollte ich bereits im Anschreiben erwähnen, dass ich momentan nicht berufstätig bin?

Ben Dehn: In gewisser Weise wird dies beim Lesen einer Bewerbung immer bemerkt. Da es jedoch die Bewerbung durch die negative Konnotation („momentan nicht berufstätig“) abschwächt, rate ich zu einer anderen Formulierung. Zwei Beispiele zur Verdeutlichung: „Für meinen letzten Arbeitgeber betreute ich die Projekte X sowie Y und konnte dabei maßgeblich zu Z beitragen.“ Oder auch „Während meiner letzten Anstellung bei der Unternehmen GmbH zeigte ich mich unter anderem für X und Y verantwortlich. Dabei konnte ich vor allem mein Z unter Beweis stellen.“. Hier drücke ich indirekt aus, dass ich momentan nicht berufstätig bin, stelle aber meine fachlichen Qualifikationen und somit etwas Positives in den Vordergrund.

Wie stelle ich berufliche Auszeiten im Lebenslauf dar?

Ben Dehn: Im Idealfall so, wie sie sich ergeben haben. Ganz wichtig ist es jedoch, Auszeiten nicht zu verschweigen. Nur dadurch entstehen Lücken im Lebenslauf. Wenn ich jedoch erwähne, was der Grund für die Auszeit war und/oder was ich in diesem Zeitraum gemacht habe, gebe ich weitere Informationen an einen potenziell zukünftigen Arbeitgeber und erwecke dort nicht den Eindruck, dass ich etwas verheimlichen möchte.

Wenn sich die berufliche Auszeit aufgrund einer Erkrankung ergeben hat und nun ein Wiedereinstieg angestrebt wird, liegt die Vermutung nahe, dass eine (vollständige) Genesung stattgefunden hat. Hier könnte ich also wie gewohnt den Zeitraum mit Monats- und Jahreszahlen angeben und dazu schreiben „Berufliche Auszeit – Erkrankung, Rehabilitation und vollständige Genesung“.

Die Darstellung ist natürlich jedem selbst überlassen und auch die Antwort auf die Frage, wie detailliert man hier vorgehen möchte. Es sollte nicht unbedingt alles haarklein ausgeführt werden. Erfahrungsgemäß ist es jedoch immer hilfreich, eine simple Aussage wie „Berufliche Auszeit“ mit etwas Kontext anzureichern, damit in der Fantasie des Lesers kein ungewolltes Bild durch offene Fragen entsteht.

Welche möglichen Fehler sollte ich bei meiner Bewerbung auf jeden Fall vermeiden?

Ben Dehn: Zuallererst sind hier Rechtschreib- und Grammatikfehler zu nennen. Diese sollten unbedingt vermieden werden. Doch gerade nachdem man vielleicht mehrere Stunden vor der eigenen Bewerbung gesessen hat, sieht man manchmal einfach den sprichwörtlichen Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Online-Tools wie die kostenlose Duden Rechtschreibprüfung oder ein fremdes Augenpaar einer Freundin oder eines Freundes können viel bewirken. Gleichzeitig kann eine befreundete Person vielleicht sogar etwas zum Inhalt und zur Aussagekraft der Bewerbung sagen.

Fast genauso wichtig sind eine saubere Formatierung und übersichtliche Strukturierung der Bewerbungsunterlagen. Da kein Bewerber beeinflussen kann, ob Personaler zunächst das Anschreiben oder den Lebenslauf sichten, müssen alle wichtigen und relevanten Informationen in beiden Dokumenten enthalten und übersichtlich aufbereitet sein.

Das bringt mich schon zu einem weiteren, leider sehr beliebten Fehler: Das Nacherzählen des Lebenslaufs im Bewerbungsschreiben. Der Platz im Bewerbungsschreiben ist sehr begrenzt. Maximal eine DIN A4-Seite darf es einnehmen und sollte nicht unbedingt mehr als 300 Wörter enthalten. Wenn ich dann bei meiner Ausbildung anfange und mich durch 10 oder 15 Jahre Berufserfahrung arbeiten will, komme ich ganz schnell in die Bredouille. Doch dieses Vorgehen ist noch aus einem anderen Grund nicht anzuraten: Für einen Arbeitgeber ist es in erster Linie interessant, welche der geforderten Qualifikationen jemand mitbringt und an welcher Stelle diese Person derzeit steht – nicht unbedingt, wie der bisherige Weg verlaufen ist.

Und zuletzt, wie können mich die Bewerbungsschreiber unterstützen?

Ben Dehn: Mit unserem Team unterstützen wir Bewerber und Bewerberinnen aller Lebenslagen und Hierarchieebenen bei sämtlichen Problematiken rund um die Bewerbung. Von der Erstellung vollständiger Bewerbungsmappen über einzelne Anschreiben, Lebensläufe, Motivationsschreiben oder Kurzprofile bis hin zur Sicherstellung einer gelungenen optischen Präsentation. Selbst bei der Optimierung von Profilen in Karrierenetzwerken wie LinkedIn oder XING helfen wir unseren Kunden weiter. Entschuldigt bitte, falls sich das wie ein einstudierter Werbetext liest. Aber wir können euch bei eurer Bewerbung an so ziemlich jeder Stelle professionell unterstützen.

Im Gegenzug verrate ich euch gern, was wir nicht machen: Wir sind keine Bewerbungs- oder Karriereberatung. Wer also noch nicht weiß, wohin er möchte oder welche Aufgaben am besten zum eigenen Profil passen, ist bei uns eher nicht so gut aufgehoben.

Wenn wir allerdings einen vorhandenen Lebenslauf und eine Stellenanzeige erhalten, können wir in Zusammenarbeit mit unseren Kunden das bestmögliche Ergebnis für das geplante Bewerbungsvorhaben erzielen. Dabei gilt grundsätzlich: Je besser die Zusammenarbeit, desto besser das Ergebnis.

Wir sind ein Online-Dienstleister mit Hauptsitz in Bochum und beschäftigen ein großes Team erfahrener Bewerbungsexperten. Eine Anfrage kann bei uns an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr unverbindlich über unser Kontaktformular auf der Webseite gestellt werden. Idealerweise gleich den Lebenslauf mit hochladen und den Link zu einer Stellenanzeige hineinkopieren – fertig. Wir sichten die Unterlagen kostenlos, weisen euch einen persönlichen Ansprechpartner zu und dieser lässt euch dann ein Angebot zukommen. Vom Zeitpunkt eurer Anfrage dauert es maximal 24 Stunden bis zum Erhalt des Angebots und wenn ihr dieses angenommen habt, habt ihr 4 Arbeitstage später eure fertige Bewerbung im digitalen Briefkasten. Und wo das jetzt gerade schon wieder nach Werbung klingt (sorry): Ihr erhaltet die Bewerbungsunterlagen als PDF und Word-Dokument, sodass ihr jederzeit im Handumdrehen weitere Bewerbungen auf den Weg bringen könnt.

Meldet euch einfach bei uns. Wir freuen uns auf euch!

Vielen Dank, lieber Ben, für das spannende Interview.

Ben Dehn arbeitet für den Online-Bewerbungsservice „Die Bewerbungsschreiber“ der webschmiede GmbH in Bochum. Die Bewerbungsschreiber sind darauf spezialisiert, ebenso individuelle wie professionelle Bewerbungsunterlagen anzufertigen und bieten darüber hinaus viele zusätzliche Leistungen und Services rund um die Themen Bewerbung und Karriere an. Die Bewerbungsschreiber findet ihr unter https://www.die-bewerbungsschreiber.de/ . Wer gleich Kontakt aufnehmen möchte, kann das unter info@die-bewerbungsschreiber.de tun.

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