Der CV beim Wiedereinstieg – du kannst keine Erfolge benennen? Mit diesen 3 Tipps findest du heraus, was dich auszeichnet.

#Lebenslauf

Wie häufig habe ich von Wiedereinsteigerinnen schon gehört „ Ich habe keine Erfolge, die ich in meinem Lebenslauf nennen könnte“. Oder: „Ich habe keine besonderen Kompetenzen, auf die ich verweisen könnte“. Aber jedes, wirklich jedes einzelne Mal lag die Person falsch.

Jeder von uns hat bereits Etliches erreicht und Erfolge und Kompetenzen angesammelt; sei es nun im Job oder neben dem Job. Alle diese Erfahrungen könnten für deine nächste Berufstätigkeit äußerst wertvoll sein! Es geht nur darum, das Richtige herauszufiltern.

Ein guter Lebenslauf beantwortet die zwei wichtigsten Fragen des Arbeitgebers auf einen Blick – nämlich:

  1. Warum soll ich dich einstellen und nicht einen anderen Bewerber?
  2. Was bringst Du mit, was für mich wertvoll sein könnte?

Um das zu beantworten, überlege dir als erstes, was mit der ausgeschriebenen Position erreicht werden soll. Was verspricht sich das Unternehmen davon? Was soll erreicht werden? Und welche Fähigkeiten benötigt man dafür? Wenn dir das klar ist, überlege, welche deiner Fähigkeiten am besten zu der Position passen. Liste nicht alles auf, was du kannst, sondern nur das, was einen Bezug zu der ausgeschriebenen Position oder dem Unternehmen hat. Auf diese Weise signalisierst du dem Leser, dass du weißt, was er möchte und weckst sein Interesse.

Das ist aber nur die Vorarbeit. Dein Lebenslauf  gewinnt noch mehr an Überzeugungskraft, indem du deine Fähigkeiten mit Ergebnissen und Erfolgen untermauerst. Das ist sogar wichtiger, als die chronologische Aufzählung bisheriger Tätigkeiten.

Belege die Kompetenzen und Fähigkeiten, die du definitiv hast. Aber wie gelingt dir das?

Erstens – es hilft, sich selbst zu kennen!

Das klingt vielleicht banal, ist aber nicht selbstverständlich. Du kannst deine bisherigen Tätigkeiten sicherlich ausführlich beschreiben, aber wie sieht es mit deinen persönlichen Stärken und deinen soft skills aus? Kannst du auch da genau sagen, was dich auszeichnet? Überlege im Detail, was dich von anderen unterscheidet.

Fragen, die ich stelle, um Stärken herauszufinden, sind zum Beispiel:

  • Was unterscheidet dich von jemanden mit demselben beruflichen Hintergrund?
  • Wovon profitiert ein Arbeitgeber am allermeisten, wenn er dich einstellen würde?
  • Wofür haben dich deine ehemaligen Kollegen oder Kunden am meisten geschätzt?

Diese Fragen können dir dabei helfen, herauszufinden, welche Message du mit deinem Lebenslauf transportieren möchtest. Dieser Beitrag von Ralf Senftleben gibt dir weitere Tipps, um deine Stärken herauszufinden.Baue dann deinen Lebenslauf dementsprechend auf.

Zweitens – tauche tief in deinen Erfahrungsschatz ein, um Beispiele zu finden, die dein Versprechen belegen.

Betrachte alle Tätigkeiten, die du bislang gemacht hast, berufliche Tätigkeiten gleichermaßen wie ehrenamtliche Tätigkeiten, oder freiwillige Projekte oder gesellschaftliches Engagement. Und überlege dann, inwiefern diese Tätigkeiten Belege dafür sind, was dich am meisten auszeichnet.

Fragen, die ich stelle, um Beispiele zu finden, sind:

  • Welche Initiativen oder Projekte hast du geleitet, die dem Unternehmen/Projekt/Verein einen Zuwachs an Kunden, Umsatz, Gewinn oder anderem gebracht haben?
  • Inwiefern hast du neue Projekte, neue Kunden, neue Supporter gewinnen können?

Die Beispiele haben noch mehr Überzeugungskraft, wenn du sie mit Zahlen untermauern kannst. Z.B., wenn du sagst, wie viele neue Kunden du generiert hast, oder wieviel Umsatz du erwirtschaftet hast.

Nicht in allen Bereichen lassen sich Erfolge mit Zahlen messen, oder du hast diese nicht vorliegen oder erinnerst es vielleicht auch nicht mehr. Versuche dann auf andere Weise deine Leistung zu belegen. Verwende Begriffe, die das Positive deiner Arbeit unterstreichen, wie z.B. „Verbesserungen“, „Zuwächse“, „ Zeiteinsparungen“ „Weiterentwicklungen“ etc.

Fragen, die ich dann stelle, sind:

  • Wie hast du Mitarbeiter, Kollegen, Mitglieder oder Volunteers motiviert und unterstützt?
  • Wie haben sich die Personen, die du betreut hast, entwickelt?

Drittens – formuliere Aussagen mit Substanz für deinen Lebenslauf.

Stelle sicher, dass jede Aussage in deinem Lebenslauf konkret und spezifisch ist. Du wirst überrascht sein, wie viele Tätigkeiten auf die eine oder andere Weise messbar sind. Etwas Messbares wirkt überzeugender, als eine vage Angabe. Um dir den Unterschied zu zeigen, habe ich zwei Aussagen aufgeführt, die in einem Lebenslauf stehen könnten:

Aussage A: Ich habe für unser örtliches Gymnasium Spenden eingesammelt

Aussage B:  Ich habe mit einem Team von 5 Volunteers für unser örtliches Gymnasium 40.000 Euro an Spenden einsgesammelt.

Aussage B wirkt viel qualifizierter, denn sie lässt weniger Fragen offen und bietet zusätzliche Kompetenzen. Beides macht es dem Leser zudem einfacher, dich einzuschätzen.

Auf welchen Punkt will ich hier eigentlich hinaus? Alle deine Erfahrungen, insbesondere auch die aus deiner beruflichen Auszeit, könnten für einen potentiellen Arbeitgeber wertvoll sein!

Wenn Du diese 3 Punkte beherzigst, wird sich dein Lebenslauf von vielen anderen Lebensläufen positiv absetzen. Du weckst damit das Interesse beim Leser, das dein Ticket zu einem Vorstellungsgespräch sein könnte!

Wie du das dazu passende Anschreiben formulierst, erzählt uns Ben Dehn von den Bewerbungsschreibern hier.

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