SO PROFITIERST DU VON LINKEDIN – Interview mit Friederike Gonzalez-Schmitz

#Netzwerke

LinkedIn ist ein zentraler Baustein für deinen beruflichen Weg. Wie führt es dich zum Erfolg? Dazu haben wir die Spezialistin für LinkedIn Friederike Gonzalez Schmitz interviewt.

Friederike kennt sich mit Markenführung und Selbstdarstellung im Internet aus. Sie war viele Jahre als PR Managerin im IT-Bereich tätig, bevor sie 2012 Socialmediainternational gründete. Sie berät Führungskräfte und Selbstständige bei ihrer professionellen Vermarktung auf LinkedIn.

Liebe Friederike, worauf achtest du als Expertin als erstes, wenn du dir andere LinkedIn-Profile anschaust?

Friederike: Der erste Blick fällt automatisch auf den Slogan und das Bild. Als Nächstes klicke ich immer in das Profil und schaue mir die Zusammenfassung an. Wenn eine solche vorhanden ist, hat das Profil für mich schon einen höheren Qualitätsgrad erreicht. Dank dieses Textes erfährt man eine Menge über die Person, vorausgesetzt es ist ein guter Text. Ansammlungen von Schlagwörtern finde ich hier zwar gut für die Suchmaschine, aber nicht für den Leser. Die beruflichen Stationen als auch die Ausbildung überfliege ich. Falls es Empfehlungen im Profil gibt, schaue ich diese auch an.

Was zeichnet ein ansprechendes LinkedIn Profil aus?

Friederike: Ein ansprechendes LinkedIn-Profil enthält ein professionelles Profilfoto und alle oben erwähnten Bereiche sind ausgefüllt.

Pluspunkte gibt es, wenn noch zusätzliche Medien hinzugefügt worden sind. Je nach Beruf und Branche schwankt dies allerdings sehr stark. Es wird immer Berufe geben, welche sich mit dem Hinzufügen von zusätzlichen Materialien schwertun. Selbständige Unternehmer dagegen haben meist eine Menge Content und somit die Chance, ein ansprechendes Profil zu erstellen, welches sich von der grauen Masse abhebt.

Welche Schritte sollte jemand unternehmen, der LinkedIn für seinen beruflichen Wiedereinstieg nutzen möchte?

Friederike: Der erste Schritt ist ein aktualisiertes, professionelles LinkedIn-Profil.

Als Nächstes kommt das gezielte Vernetzen mit beruflichen Kontakten. Ich bin der Meinung, dass eine Führungskraft oder jemand, der 20 Jahre beruflich aktiv war, mehr als 30, am besten um die 500 oder mehr berufliche Kontakte haben sollte. Ist dies nicht der Fall, sollte er unbedingt etwas nachholen und sein Netzwerk auf Vordermann bringen. Dies empfiehlt sich als kontinuierliche Tätigkeit, nicht erst wenn eine Jobsuche oder Neuorientierung vor der Tür steht.

Idealerweise wird die Netzwerkpflege auch während einer Pause, wie z.B. Elternzeit fortgeführt. Dank eines Online-Netzwerkes wie LinkedIn es ist, kann das Netzwerken mit entfernten Kontakten sehr gut beschleunigt werden. Wichtig ist es dann, sich auch über das Posten von Beiträgen im Newsfeed, bei seinen Kontakten in Erinnerung zu bringen.

Gibt es ein absolutes No-Go, etwas, das man unter keinen Umständen tun oder schreiben sollte?

Friederike: Jeder ist „Herr“ seines LinkedIn-Profils. Sie entscheiden selbst, was im Profil stehen darf und womit Sie sich wohlfühlen. No-Gos sind im Prinzip Inhalte, welche morgen nicht in der Zeitung stehen dürften. Daher wählen Sie die Themen mit Bedacht aus.

Sie müssen auch nicht jede Position in das Online-Profil reinschreiben. Sie können gezielt Ihre Stärken herausarbeiten, so lange Sie nicht lügen und im Gespräch mit Recruitern eine plausible Antwort haben, ist dagegen nichts einzuwenden.

Ein professionelles LinkedIn-Profil sollte möglichst keine Grammatik- oder Rechtschreibfehler enthalten. Vor dem Online-Schalten empfiehlt es sich, eine Rechtschreibprüfung durchzuführen. Ich empfinde auch Profile ohne Profilfoto als unprofessionell, daher, schauen Sie, dass Sie ein aktuelles Fotografenfoto einfügen können.

Bei der Nutzung der Vernetzungsfunktionen sollte möglichst immer eine persönliche Note, bzw. Ansprache gewählt werden. Das heißt, Sie sammeln Pluspunkte, wenn Sie Kontaktanfragen mit persönlicher Nachricht versenden. Viele Nutzer kennen diese Funktion nur zum Teil bzw. arbeiten fast ausschließlich mit dem Smartphone, daher sieht man noch sehr viele unpersönliche Einladungen, was ich schade finde.

Beim Posten von eigenen Inhalten, sollte auf berufliche Themen zurückgegriffen werden. Privates, wie Kinder- und Urlaubsfotos gehören auf Facebook und nicht auf ein Business-Netzwerk wie LinkedIn.

Auf meiner Webseite, im Blog erhalten Sie viele Tipps rund um die effektive Nutzung von LinkedIn: https://www.socialmediainternational.de/blog/.

Und zuletzt, wie würde eine Zusammenarbeit mit dir aussehen?

Friederike: Ich unterstütze meine Kunden beim Erstellen eines professionellen LinkedIn-Profils oder ich optimiere ein vorhandenes Profil. Das Ziel dabei ist es, die Texte ansprechend und gut verständlich zu formulieren und sich dabei bei Recruitern, Auftraggebern oder Mitgliedern sichtbarer zu machen. Gerade für Social-Media-Einsteiger kann es ein enormer Zeitgewinn sein.

In einer anschließenden Online-Beratungsstunde erläutere ich meinen Kunden, wie sie die Plattform zum Vernetzen als auch für das Personal Branding bzw. Selbstmarketing einsetzen können. Ich stelle mich dabei genau auf die Vorkenntnisse meiner Kunden ein, so dass Einsteiger als auch Fortgeschrittene neue Ideen erhalten und diese sofort selbst umsetzen können. Meiner Meinung nach kann man nur dann in sozialen Medien authentisch auftreten, wenn man die Kommunikation möglichst selbst übernimmt.

Mein Angebot finden Sie auf meiner Webseite, gerne erstelle ich aber auch ein individuelles Angebot nach einem kurzen Kennlerngespräch. https://www.socialmediainternational.de/leistungen/.

Vielen Dank, liebe Frederike, für das informative Interview.

Für alle, die ihr LinkedIn-Profil verbessern möchten, empfehlen wir einen Blick auf Friederikes Website https://www.socialmediainternational.de/. Hier bietet sie Blogbeiträge, E-Books und Coachings zum Thema LinkedIn an.

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